Neuer Mietspiegel jetzt anerkannt

Die Mietpreise im Kreis Altenkirchen stagnieren

Froh über das Gemeinschaftswerk: Michael Schneider, Vorsitzender von Haus & Grund Altenkirchen/Westerwaldkreis (2.v.l.) und Geschäftsführerin Andrea Meierhans vom Mieterbund Mittelrhein (2.v.r.) präsentieren gemeinsam mit Wolfgang Schuhen (l.) und Klaus Quast (r.) von der Kreisverwaltung Altenkirchen den Mietspiegel 2014.

Froh über das Gemeinschaftswerk: Michael Schneider, Vorsitzender von Haus & Grund Altenkirchen/Westerwaldkreis (2.v.l.) und Geschäftsführerin Andrea Meierhans vom Mieterbund Mittelrhein (2.v.r.) präsentieren gemeinsam mit Wolfgang Schuhen (l.) und Klaus Quast (r.) von der Kreisverwaltung Altenkirchen den Mietspiegel 2014.

Jetzt ist es schwarz auf weiß: Die Mieten im Kreis Altenkirchen sind seit einigen Jahren stabil geblieben. Das aktuelle Mietpreisgefüge des Landkreises wurde nun von den beiden wohnungswirtschaftlichen Verbänden, dem Mieterbund Mittelrhein e.V. und dem Haus- und Grundeigentümerverein im Kreise Altenkirchen und Westerwaldkreis e.V. anerkannt. Unter Federführung der Kreisverwaltung Altenkirchen wurde nach ausführlicher Beratung ein Zahlenwerk anerkannt, dass die aktuellen ortsüblichen Mieten im Kreis ausweist.

Die Mietentabelle des Kreises Altenkirchen macht deutlich, dass die Mieten stagnieren. „Damit wird die Rendite für Hauseigentümer immer geringer. Die Mieten steigen viel langsamer als die Lebenshaltungskosten oder die Kosten für Instandhaltungen“, stellt der Vorsitzende des Haus- und Grundeigentümer-Vereins Kreis Altenkirchen und Westerwaldkreis, Rechtsanwalt Michael Schneider (Betzdorf), fest. Der Verein betrachtet mit Sorge, dass es auch immer schwieriger wird, zahlungsfähige Mieter zu finden. Zur sinkenden Rendite kommt nämlich oft noch Ärger mit zahlungsunwilligen Mietern hinzu. „Einziges Gegenmittel ist die vom Landesverband Haus & Grund Rheinland-Pfalz angebotene Bonitätsprüfung. Nur so kann man sich wirksam vor Mietnomaden schützen“, betont Michael Schneider.

Ziel des Mietspiegels ist es, eine gerechte Miete zu finden. Er ist Orientierungshilfe für Vermieter und Mieter und macht das Marktgeschehen transparent. Die Mietentabelle gilt nur für die Vermietung von Wohnraum und nicht bei Gewerberäumen. Sie ist Begründungsmittel bei Mieterhöhungsverlangen, aber auch ein Mittel, um unberechtigte Mieterhöhungen zurückzuweisen. „Damit dient der Mietpreisspiegel Mietern und Vermietern gleichermaßen“, erläutert Vorstandsmitglied Wolfgang Märker aus Daaden.

Höchster Richtwert: 6,10 € pro Quadratmeter

Der Mietspiegel unterscheidet zwischen verschiedenen Preiskategorien, die sich zum einen nach dem Baujahr der Wohnung, zum anderen nach der Ausstattung und Lage richten. Hier gibt es die Einteilung in die Stufen einfach, mittel, gut und sehr gut. Aus der Kombination von Wohnungsqualität und Baujahr ergibt sich dann der Mietspiegelwert. So beträgt die in der Übersicht ablesbare Mietspanne bei Neubauwohnungen zwischen 5,00 Euro und 5,60 Euro pro Quadratmeter für gute Wohnqualität beziehungsweise zwischen 5,40 Euro und 6,10 Euro pro Quadratmeter bei sehr guter Wohnungsausstattung.

Punktesystem legt Wohnqualität fest

Das Punktesystem zur Bestimmung der Wohnqualität hat sich in den vergangenen Jahren grundsätzlich bewährt. So wird ein guter Medienzugang (DSL, TV) mit zwei Punkten positiv bewertet. Klargestellt ist, was die Verbände unter dem Begriff einer „umfassenden Modernisierung“ verstehen. Die Wohnungsgröße wird durch eine Umrechnungstabelle bei der Mietpreisfindung stärker als bisher berücksichtigt.

Orientierungshilfe für Mieter und Vermieter

Der neue Mietpreisspiegel wurde nun durch die beteiligten Behörden, den Mieterbund Neuwied-Koblenz und den Haus- und Grundeigentümer-Verein im Kreise Altenkirchen einstimmig anerkannt. Rechtsanwalt Michael Schneider zeigt sich erfreut, dass in einem Arbeitstreffen mit dem Mieterbund schnell Einvernehmen erzielt wurde, dass der Mietspiegel im Kreis Altenkirchen aktualisiert werden musste. „Durch die Zusammenarbeit der wohnungswirtschaftlichen Verbände liegt nun wieder eine aktuelle Orientierungshilfe über die Miethöhe im Kreis Altenkirchen vor“, bilanziert der Vorsitzende der Interessenvertretung von rund 900 Hauseigentümern im Kreis Altenkirchen und Westerwaldkreis.

Den Mietspiegel können Sie hier kostenlos herunterladen.